Autorenarchiv: Stephan Lücke

Archäologische Zeugnisse, inklusive lateinischer Inschriften (LAU-Projektion, Punkte)




 Archäologische Funde, inklusive lateinischer Inschriften innerhalb des Untersuchungsgebiets von KoRoSu

 

Bibliographie

  • EDCS = Clauss, Manfred / Kolb, Anne / Slaby, Wolfgang A. / Woitas, Barbara (Hrsgg.) (o. J.): Epigraphik-Datenbank Clauss / Slaby, Eichstätt, Zürich [Anfänge in den 1980er Jahren. Sämtliche bekannte lateinische Inschriften, seit 2021 Erfassung auch griechischer Inschriften, "zunächst vor allem aus den Westprovinzen des Imperium Romanum"] (Link).
  • Vici.org = Voorburg, René (o. J.): Vici.org: Archaeological Atlas of Antiquity (Link).

Bibliographie




Bibliographie

  • Steidl 2010 = Steidl, Bernd (2010): Stationen an der Brücke − Pons Aeni und Ad Enum am Inn-Übergang der Staatsstraße Augusta Vindelicum−Iuvavum, in: Grabherr, Gerald / Kainrath, Barbara (Hrsgg.), conquiescamus! longum iter fecimus. Römische Raststationen und Straßeninfrastruktur im Ostalpenraum. Akten des Kolloquiums zur Forschungslage zu römischen Straßenstationen Innsbruck 4. und 5. Juni 2009, Innsbruck, 71-110 (Link).

Kartierung




Geographisches Referenzraster von KoRoSu sind die modernen Gemeindegebiete. Die entsprechenden georeferenzierten Polygone stammen für die EU und die Schweiz von der Statistikbehörde der Europäischen Union (Eurostat), für England und Wales vom Office for National Statistics (ONS) und für Schottland von Spatialdata.Gov.Scot Metadata Portal, Scottish Government and Astun Technology.

Die Flächen der Gemeinden wurden den folgenden für das Projekt relevanten Zonen zugeordnet:

  • Die Romania submersa ist das Gebiet, in dem einst Latein oder, später, eine romanische Sprache gesprochen wurde, die schließlich jedoch von einer anderen, z. B. germanischen Sprache verdrängt wurde.
  • In der Romania wird bis heute eine romanische Sprache gesprochen.
  • Jenseits der Grenze des römischen Reichs, die im Untersuchungsgebiet vergleichsweise klar durch den Verlauf von Grenzanlagen oder Flussläufen markiert war, wurde niemals eine romanische Sprache gesprochen. 

Die Abgrenzung der genannten Gebiete gegeneinander ist regional unterschiedlich schwerer oder leichter durchführbar. Vergleichsweise einfach ist die Abgrenzung der Romania submersa gegen die nicht-römischen Gebiete. Die entsprechende Grenze folgt im wesentlichen dem Verlauf des römisch-germanischen Limes. Dieser folgte von der Mündung des Rheinarmes Lek in die Nordsee dem Rhein flussaufwärts bis ungefähr auf die Höhe von Rheinbrohl südlich von Bonn und verlief anschließend durch die Mittelgebirge bis zum Taunus. Nach der Umfassung der Wetterau in Richtung Süden bis auf die Höhe von Schwäbisch Gmünd und von dort in Richtung Osten verlaufend erreichte der Limes etwas südwestlich des Klosters Weltenburg die Donau. Ab dort bildete die Donau die Grenze zwischen dem römischen Reich und der Germania magna.

Der beschriebene Verlauf des Limes wird modern in vier Abschnitte gegliedert: Von der Nordsee bis Rheinbrohl spricht man vom niedergermanischen Limes, von dort bis zum Erreichen der Donau vom obergermanischen Limes. Der der Donau folgende Abschnitt des Limes bis zur Landesgrenze bei Passau wird als rätischer Donaulimes bezeichnet, von Passau bis hinein nach Ungarn spricht man vom norisch-pannonischen Limes.

Die Zuordnung der modernen Gemeindegebiete zur Romania submersa oder den Gebieten außerhalb des römischen Reichs orientierte sich am skizzierten Verlauf des Limes. In den Fällen, in denen ein modernes Gemeindegebiet sich beidseits des Limes erstreckt, wurde den entsprechenden Gemeindegebieten ein Sonderstatus zugewiesen. Dieses Szenario begegnet im Bereich des obergermanischen Limes etwas häufiger als dort, wo der LImes den Läufen von Rhein und Donau folgt.

Der georeferenzierte Verlauf des Limes wurde im Bereich des obergermanischen Limes manuell (mit dem Programm QGIS) durchgeführt. Als Referenz diente der Rasterlayer des Digital Atlas of the Roman Empire (DARE; <https://imperium.ahlfeldt.se/>, XYZ-Kacheln: <https://dh.gu.se/tiles/imperium/{z}/{x}/{y}.png>). Die Geodaten des Verlaufs der Flüsse Rhein und Donau wurde von Natural Earth übernommen (<https://www.naturalearthdata.com/downloads/10m-physical-vectors/10m-rivers-lake-centerlines/> [download am 2025-05-13; LIzenz: Public Domain]).

Die Abgrenzung des Untersuchungsgebiets der nicht-römischen Seite der Reichsgrenze Seite erfolgte primär intuitiv. Ziel war die Definition eines mindestens 100 Kilometer breiten Streifens parallel zur Reichsgrenze. Ausgespart wurden die slawischen Gebiete, also das Staatsgebiet des heutigen Tschechiens, wodurch sich im Abschnitt zwischen Regensburg und der österreichisch-ungarischen Staatsgrenze ein etwas schmalerer Streifen des Untersuchungsgebiets im Bereich der Germania ergibt.

Auf der britischen Insel markiert der Wall des Antoninus Pius (errichtet 140 n. Chr., gegen Ende des 2. Jhs. aufgegeben, Anfang des 3. Jhs. noch einmal kurzfristig belegt) die Grenze der Romania submersa. Das Gebiet nördlich davon wurde in der Antike von zwei unterschiedlichen Völkern oder Volksgruppen besiedelt: Während es sich bei den Scoten um vermutlich aus Irland eingewanderte Kelten handelt, ist die ethnische Zuordnung der Picten nicht zweifelsfrei möglich; um Kelten scheint es sich mit einiger Sicherheit nicht gehandelt zu haben. KoRoSu verwendet für die Region nördlich des Antoninus-Walls die Bezeichnung "Scotia und Caledonia".

KoRoSu-Untersuchungsgebiet (Romania submersa inklusiver angrenzender romanisch- und germanischsprachiger Gebiete; Datenquelle der Polygone: EUROSTAT [letzter Zugriff: 12.06.2025], CC BY 4.0 2025)

 Moderne und antike Toponyme (Kontinuitätskategorie 1)

Moderne Toponyme, die sich auf lateinsche/romanische Appellative zurückführen lassen

Lage von villae rusticae. Datenquelle: vici.org (René Voorburg; download am 11.06.2025. Der Suchstring lautete "villa").

Lage der auf der Tabula Peutingeriana verzeichneten Ortschaften. Orte mit Namenskontinuität sind rot, solche ohne blau, fragliche grau und (noch) nicht klassifizierte schwarz markiert. Datenquelle: http://omnesviae.org/ (René Voorburg), Autoren.

 Fundorte lateinischer Inschriften. Die Anzahl der an einem Ort gefundenen lateinischen Inschriften kann als unmittelbarer Indikator der Intensität der Romanisierung gelten.

Bibliographie

  • EDCS = Clauss, Manfred / Kolb, Anne / Slaby, Wolfgang A. / Woitas, Barbara (Hrsgg.) (o. J.): Epigraphik-Datenbank Clauss / Slaby, Eichstätt, Zürich [Anfänge in den 1980er Jahren. Sämtliche bekannte lateinische Inschriften, seit 2021 Erfassung auch griechischer Inschriften, "zunächst vor allem aus den Westprovinzen des Imperium Romanum"] (Link).